Heute ist der 15.07.2026, und die Sonne brennt unbarmherzig auf die Straßen von Phuket. Ein Schmelztiegel aus Kulturen, Farben und Geschmäckern – kein Wunder, dass Thailand ein beliebtes Ziel für Schweizer Pensionierte ist, die dem frostigen Winter in der Heimat entfliehen wollen. Doch der Traum vom sonnigen Paradies könnte bald einen Dämpfer bekommen.

Die thailändische Regierung hat im Mai 2026 die Visa-Befreiungsregeln verschärft. Was vorher eine unkomplizierte visafreie Aufenthaltsdauer von 60 Tagen bot, wurde nun auf nur 30 Tage reduziert. Diese Regelung betrifft nicht nur die Schweizer – insgesamt 54 Länder sind betroffen. Und das ist nicht nur ein kleines Detail am Rande: Hunderttausende Schweizer Touristen nutzen jährlich die visafreie Einreise, und viele von ihnen haben sich auf die neueren Bestimmungen verlassen.

Neue Herausforderungen für Expatriates

Ab Juli 2024 gab es für Pensionierte immerhin eine kleine Erleichterung: Eine 60-tägige visafreie Einreise mit der Möglichkeit, vor Ort um 30 Tage zu verlängern. Doch die Unsicherheit bleibt. Frank Dumoulin, ein Schweizer, der mehrere Monate im Jahr in Thailand verbringt, hat Bedenken, dass viele nicht digital versierte Rentner Schwierigkeiten haben könnten, ein Visum online zu beantragen. Und die Schweizer Botschaft hat zwar nur wenige Anfragen zu den neuen Regeln erhalten, doch es gibt Berichte über Informationsengpässe. Da wird’s spannend!

Die Behörden haben die Einreisebedingungen verschärft, um Missbrauch zu verhindern – besonders, wenn es um unbefugte Arbeit oder verlängerte Aufenthalte geht. Reisende müssen nun mindestens 20.000 Baht (rund CHF 480) für sich selbst oder 40.000 Baht (ca. CHF 970) für Familien mitbringen. Wer denkt, dass das alles ist, hat sich geirrt: 2025 wurden fast 30.000 Personen an der Grenze abgewiesen. Das ist schon eine Hausnummer, die zum Nachdenken anregt.

Die digitale Herausforderung

Ab dem 1. Mai 2025 müssen alle ausländischen Staatsangehörigen die Thailand Digital Arrival Card (TDAC) online ausfüllen – und zwar innerhalb von drei Tagen vor der Ankunft. Wer denkt, das sei ein Kinderspiel, sollte bedenken, dass nicht jeder mit der Digitalisierung vertraut ist. Besonders die ältere Generation könnte hier ins Straucheln geraten. Und bei der Einreise müssen dann auch noch Nachweise über ausreichende finanzielle Mittel sowie ein Ticket für die Weiterreise vorgelegt werden. Wer da nicht aufpasst, könnte schnell in Schwierigkeiten geraten.

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Das Visa Exemption gilt nur für Staatsangehörige und Inhaber von Pässen der aufgelisteten Länder. Und all das, während die thailändische Regierung plant, das gesamte Visasystem zu überprüfen. Was das für die Rentnervisa bedeutet, ist noch ungewiss. Das Außenministerium hat noch keine konkreten Details veröffentlicht, aber die Angst vor strengeren Bedingungen schwebt wie eine dunkle Wolke über der Expat-Gemeinschaft.

Ein weiterer Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte: Wer unter dem Visa Exemption Scheme einreist, darf Thailand über Landgrenzübergänge nur zweimal pro Kalenderjahr betreten. Über internationale Flughäfen gibt es diese Einschränkung nicht, aber wer oft nach Thailand reist, wird sich möglicherweise an diese Regelung halten müssen. Und auch hier ist die Frage, ob das wirklich praktikabel ist.

Die ständigen Änderungen geben vielen das Gefühl von Unsicherheit. Verwirrung ist vorprogrammiert, und wenn man bedenkt, dass die Entscheidung über die Verlängerung des Aufenthalts letztlich bei den Einwanderungsbeamten liegt, wird es schnell kompliziert. Wer überzieht, muss mit einer Strafe von 500 Baht pro Tag rechnen. Das kann ganz schön ins Geld gehen.

Im Grunde verfolgt Thailand eine Strategie, sich als attraktives Ziel für wohlhabende Touristen und Expatriates zu positionieren. Aber ob diese neuen Regelungen tatsächlich in die gewünschte Richtung führen, bleibt fraglich. Die angekündigten Änderungen sind übrigens noch nicht im Royal Gazette veröffentlicht worden und treten erst 15 Tage nach Veröffentlichung in Kraft. Bis dahin bleibt die aktuelle 60-tägige visafreie Regelung bestehen. Ein bisschen Zeit bleibt also noch – aber wie lange? Man weiß es nicht.