Am 4. Juli 2026 wurde auf Koh Pha Ngan ein nicht lizenziertes Kinderbetreuungszentrum durchsucht, was für reichlich Aufregung sorgte. Die Polizei, unterstützt von Einwanderungsbeamten und Bezirksbeamten, hatte zuvor einen Hinweis erhalten, dass das Zentrum von Ausländern betrieben wird. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten 42 ausländische Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren, die dort betreut und unterrichtet wurden. Das Ganze geschah im Rahmen einer größeren Aktion gegen illegale Geschäftspraktiken von Ausländern in der Provinz Surat Thani.

Die Räumlichkeiten des Zentrums waren recht ansprechend ausgestattet: Klassenzimmer, Lehrmaterialien, Tische, Stühle, sogar Mahlzeiten wurden bereitgestellt – und ein Außenbereich für die Freizeitaktivitäten der Kinder war auch vorhanden. Singkhamorn Wongsasawan, 39 Jahre alt, stellte sich als Mitarbeiter des Zentrums vor und half den Beamten, die Inspektion durchzuführen. Die Betreiber hatten ordentlich zur Kasse gebeten: 45.000 Baht für einen viermonatigen Zeitraum waren keine Kleinigkeit.

Festnahmen und rechtliche Konsequenzen

Im Verlauf des Einsatzes wurden zwei Ausländer festgenommen. Ziv Radomsky, ein 55-jähriger Israeli, identifizierte sich als Eigentümer des Unternehmens. Er war erst am 7. Juni über den Flughafen Suvarnabhumi mit einem Non-Immigrant Visa O eingereist. Doch auf die Frage nach einer Arbeitsgenehmigung oder Lizenz für den Betrieb eines Kinderbetreuungszentrums konnte er nichts vorweisen. Radomsky gab an, das Zentrum über eine Firma namens Sunshine Shop Co., Ltd. zu leiten und war zusammen mit drei weiteren Direktoren für die finanziellen Angelegenheiten verantwortlich. Die Überprüfung der Dokumente von 13 ausländischen Arbeitern ergab, dass 12 gültige Papiere hatten, während die 25-jährige rumänische Staatsangehörige Meda Andreea Capilna außerhalb der Bedingungen ihres Arbeitsvisums arbeitete.

Die Situation hat sich in den letzten Monaten zugespitzt. Die thailändischen Behörden haben landesweit eine Offensive gegen illegale ausländische Arbeitskräfte gestartet. Im Mai wurden bei einer Razzia auf Koh Pha Ngan 89 ausländische Kinder in einer Schule entdeckt, die nur für 18 Kinder lizenziert war. Dies führte zu einer Welle von Festnahmen und strafrechtlichen Anklagen. Der Arbeitsminister, Julapun Amornvivat, bestätigte die Durchsuchungen und betonte die Notwendigkeit, dass ausländische Arbeiter gültige Arbeitsgenehmigungen vorweisen müssen.

Ein Problem, das nicht neu ist

Das Thema illegale Kindertagesstätten in Thailand ist nicht neu. Bereits im April 2026 wurden auf Koh Pha Ngan zwei mutmaßlich illegale Kindertagesstätten geschlossen, in denen Ausländer die Kinder betreuten. Die Behörden haben wiederholt auf die Risiken hingewiesen, die mit nicht lizenzierten Einrichtungen einhergehen. Es gab bereits Festnahmen von Betreibern und Lehrern, die ohne Genehmigung arbeiteten, und die Ermittlungen gehen weiter. Die rechtlichen Konsequenzen für ausländische Arbeiter ohne gültige Genehmigungen sind hart: Geldstrafen zwischen 5.000 und 50.000 Baht sowie mögliche Deportationen stehen im Raum. Arbeitgeber müssen noch tiefer in die Tasche greifen – bis zu 100.000 Baht pro illegal beschäftigtem Arbeitnehmer.

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Die Situation auf Koh Pha Ngan ist ein kleiner, aber deutlich sichtbarer Teil eines größeren Problems, das Thailand mit illegalen Arbeitskräften und nicht lizenzierten Einrichtungen hat. Die Behörden haben angekündigt, landesweite Inspektionen durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Gesetze eingehalten werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickeln wird und ob die Maßnahmen wirklich nachhaltige Veränderungen bringen.