Heute ist der 6.05.2026 und während in Phuket die Sonne langsam untergeht und die Touristen an den Stränden entspannen, gibt es auch dunklere Wolken am Horizont. Ein russischer Mann wurde auf See verhaftet, weil er illegal Tourdienste anbot. Das ist kein Einzelfall, sondern Teil einer größeren Initiative der thailändischen Behörden, um die Resorts und Strände vor unlizenzierter Konkurrenz zu schützen.

Die Geschichte begann mit einem anonymen Hinweis, der die Tourist Police Hotline erreichte. Ein Informant hatte bemerkt, dass eine Gruppe von Ausländern über die Messaging-App Telegram Angelreisen anbot. Die Polizei ließ sich nicht lange bitten und begann, die Aktivitäten der Gruppe über einen Monat hinweg zu überwachen. Schließlich buchte der Informant einen Angeltrip für 3.000 Baht pro Person und begab sich mit dem Verdächtigen und sechs weiteren russischen Touristen auf die hohe See vor Chalong. Das Ende der Geschichte war jedoch nicht die erhoffte Fischfang-Expedition, sondern die Intervention der Polizei, die das Boot mit einem Patrouillenboot verfolgte.

Die rechtlichen Konsequenzen

Die Festnahme des Mannes kam nicht überraschend. Er hatte keinerlei Lizenz, um als Tourguide zu arbeiten oder ein Unternehmen zu betreiben. Während der Festnahme wurde auch ein russischsprachiger Tourenplan sichergestellt, der als Beweismittel diente. Die Anklagen sind heftig: Betrieb eines Tourgeschäfts ohne Lizenz, Arbeiten als unlizenzierter Reiseleiter und die Überschreitung der Rechte, die ihm als Ausländer in Thailand zustehen. Die Strafen können bis zu zwei Jahre Gefängnis und hohe Geldbußen betragen. Das Visum des Verdächtigen soll widerrufen und eine Abschiebung angestrebt werden.

Die Behörden haben sich zum Ziel gesetzt, insbesondere während des Songkran-Festivals, wenn die touristische Aktivität in Thailand typischerweise zunimmt, gegen ausländische Staatsangehörige vorzugehen, die in Berufen arbeiten, die rechtlich für thailändische Staatsbürger reserviert sind. Diese Festnahme ist kein Einzelfall; bereits im letzten Jahr wurden zwei russische Tourguides und zwei Tourunternehmen im Rahmen einer koordinierten Aktion gegen illegale Tourbetriebe verhaftet. Es zeigt sich ganz klar: Die thailändische Regierung nimmt die Einhaltung der Arbeitsgesetze ernst und versucht, die Arbeitsplätze im Tourismussektor für ihre Staatsbürger zu schützen.

In einer Zeit, in der Phuket und die gesamte Region auf den Tourismus angewiesen sind, ist es bitter, dass einige sich nicht an die Regeln halten. Die zauberhaften Strände und die lebendige Kultur Thailands sollten für alle zugänglich sein, aber eben auf legale und faire Weise. Man fragt sich, wie viele ähnliche Geschäfte im Verborgenen agieren – und ob die Polizei weiterhin so wachsam bleibt.

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