In den letzten Wochen hat die thailändische Regierung eine umfassende Aktion zur Bekämpfung illegaler ausländischer Landbesitzstrukturen ins Leben gerufen. In Phuket wurden gleich zehn Firmen identifiziert, die verdächtigt werden, als Nominees für den Eigentumserwerb von Land zu agieren. Diese Unternehmen sind mit vier Grundstücken verknüpft, die zusammen eine Fläche von 2 rai, 1 ngan und 50.5 Quadratwah abdecken und einen Wert von etwa 116 Millionen Baht haben. Die Gerichte haben daraufhin 12 Haftbefehle gegen ausländische Staatsangehörige ausgestellt. Es ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Behörden mit aller Macht gegen illegales Eigentum vorgehen.

Die Situation ist nicht nur auf Phuket beschränkt. Auch in Phang Nga und Krabi wurden zahlreiche ähnliche Fälle aufgedeckt. In Phang Nga wurden neun Unternehmen enttarnt, die in Verbindung mit sieben Grundstücken stehen, deren Wert sich auf etwa 269 Millionen Baht beläuft. In Krabi sind es sogar neun Firmen, die mit 17 Grundstücken im Wert von rund 209 Millionen Baht in Verbindung stehen. Ein weiteres Beispiel ist die Ataman Co Ltd, die wegen ihrer Grundstücke und Gebäude im Wert von rund 54 Millionen Baht ins Fadenkreuz der Ermittler geriet. Die Schärfe dieser Maßnahmen zeigt, dass die Regierung nicht bereit ist, illegale Strukturen weiterhin dulden zu wollen.

Die Dimensionen des Problems

Die Phase-3-Operation, die gleichzeitig in Phuket, Krabi und Phang Nga stattfand, entblößte das Ausmaß des Problems: 29 Unternehmen wurden verdächtigt, mit Nominee-Aktivitäten in Verbindung zu stehen, und insgesamt wurden 59 Haftbefehle und 60 Durchsuchungsanordnungen erlassen. Die 89 betroffenen Grundstücke summieren sich auf eine Fläche von 49 rai, 1 ngan und 6.4 Quadratwah, die zusammen einen Wert von über 1 Milliarde Baht erreichen. Das lässt einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen – und das nicht nur, weil es um sehr viel Geld geht, sondern auch um die Integrität des thailändischen Immobilienmarktes.

Nach den Berichten des Ombudsmanns hat das thailändische Kabinett bereits Maßnahmen ergriffen. So beauftragte es das Handelsministerium, mit 13 anderen Behörden zusammenzuarbeiten, um die Probleme im Zusammenhang mit ausländischem Landbesitz anzugehen. Ein zentrales Anliegen ist die Schließung von rechtlichen Schlupflöchern im Foreign Business Act und im Landgesetz, die den ausländischen Käufern das Handwerk legen sollten. Überdies wird das Department of Business Development (DBD) verdächtige Unternehmen genauer unter die Lupe nehmen, unterstützt durch KI-Tools, die helfen sollen, Nominee-Strukturen effektiver zu identifizieren.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Alternativen

Für Ausländer ist der rechtliche Rahmen für Immobilienbesitz in Thailand ein echtes Minenfeld. Der Land Code erlaubt den Erwerb nur unter bestimmten Bedingungen, und derzeit gibt es keinen völkerrechtlichen Vertrag, der ausländischen Besitz in größerem Rahmen legitimieren könnte. Der sicherste Weg, in Thailand Eigentum zu erwerben, ist der Kauf einer Eigentumswohnung im Freehold, solange die 49%-Quote für ausländisches Eigentum nicht überschritten wird. Für Häuser und Villen hingegen ist ein eingetragenes Erbbaurecht in Kombination mit einem registrierten Gebäudekaufvertrag die beste Lösung.

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Die Nutzung einer thailändischen Limited Company mit „Nominee“-Gesellschaftern ist illegal und kann zu erheblichen rechtlichen Konsequenzen führen. Ein erfahrener Immobilienanwalt sollte vor Vertragsunterzeichnung hinzugezogen werden, um potenzielle Fallen zu umgehen und um sicherzustellen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Die thailändische Regierung hat klar gemacht, dass sie zwar offen für rechtmäßige ausländische Investitionen ist, aber rigoros gegen Nominee-Vereinbarungen vorgeht, die gegen die Gesetze verstoßen. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Auswirkungen die neuen Maßnahmen auf den Markt haben werden. Sicher ist nur: Die Zeiten des laxen Umgangs mit ausländischem Landbesitz in Thailand scheinen vorbei zu sein.