Dunkle Schatten über Pattayas Stränden: Ein tödliches Treffen und die Suche nach Gerechtigkeit
In Pattaya, einer der lebhaftesten Urlaubsmetropolen Thailands, überschattet ein tragischer Vorfall das sonst so muntere Treiben. Ein 46-jähriger Australier namens Simon Peter Carman sitzt momentan in Polizeigewahrsam, nachdem er im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Mord an einer 17-jährigen Frau festgenommen wurde. Die Schreckensnachricht hat nicht nur die Familie des Opfers erschüttert, sondern wirft auch ein grelles Licht auf die dunklen Seiten des Tourismus. Es ist der 28. Juni 2026 und die Gefühle der Trauer und Wut sind allgegenwärtig.
Simon, so der Name des Verdächtigen, gibt an, in Notwehr gehandelt zu haben und spricht von seiner Absicht, der Familie des Opfers sein Beileid auszusprechen. Die Polizei von Pattaya berichtete, dass er während einer Befragung gestand, die junge Tanchanok unbeabsichtigt getötet zu haben. Ein furchtbarer Vorfall, der in den frühen Morgenstunden am Jomtien Beach seinen Anfang nahm. Die beiden trafen sich um etwa 3 Uhr morgens und Simon überzeugte das Mädchen, ihn in sein gemietetes Condominium zu begleiten. Was dann geschah, ist kaum zu fassen.
Ein verhängnisvoller Streit
Im Condominium erhielt Tanchanok einen Anruf. Sie erklärte, dass sie nicht die Nacht mit ihm verbringen könne und bat um 500 Baht. Eine harmlose Bitte, könnte man denken, doch als sie später mehr Geld forderte, kam es zu einem Streit. Angeblich bedrohte sie Simon mit einem Messer. Der Verlauf der Ereignisse wird von niemandem wirklich nachvollzogen werden können, doch der Verdächtige gibt an, dass Tanchanok plötzlich regungslos wurde und er realisierte, dass sie tot war. Wie schrecklich muss es sein, in so einer Situation zu stecken – nicht nur für ihn, sondern auch für das Mädchen, das eine blühende Zukunft vor sich hatte.
Nach dem Vorfall stopfte Simon die Leiche in einen Koffer und ließ ihn einen Tag lang im Badezimmer. Das ist ein Bild, das niemand vor seinem inneren Auge haben möchte. Für ihn schien die Situation unüberschaubar. Später transportierte er den Koffer mit dem Motorrad und entsorgte ihn auf einem ungenutzten Grundstück neben einem Bahngleis. Ein Bild von Verzweiflung und Angst, das sich hier aufdrängt. Am Freitag wollte er dann zum Flughafen Suvarnabhumi fliegen, um nach Perth zurückzukehren, wurde jedoch von Einwanderungsbeamten aufgegriffen, nachdem sie von der Polizei von Pattaya über eine Vermisstenanzeige der Angehörigen des Mädchens informiert worden waren.
Die Reaktionen der Familie
Die Familie der 17-jährigen Tanchanok ist am Boden zerstört. Ihr Vater, Thongchai Donhomla, spricht von einer tiefen Trauer und der besonderen Beziehung zu seiner Tochter. Die Stiefmutter, Oradee Bussarakum, hat gefordert, dass Simon die härteste Strafe bekommt. Ihre Wut und ihr Schmerz sind nachvollziehbar – ein Leben, das viel zu früh beendet wurde. Die Trauer um das Mädchen, das von ihrer Familie geliebt wurde, ist fühlbar in der ganzen Gegend. Die thailändische Polizei hat CCTV-Aufnahmen überprüft, die Simon zeigen, wie er mit Tanchanok in das Condominium ging und später allein mit einem Koffer das Gebäude verließ.
Ein Blick auf die Zahlen
Es ist erschreckend, wie solche Taten in einer Zeit passieren, in der wir eigentlich miteinander wohnen sollten. Laut den jüngsten Daten der UNODC lag die weltweite Tötungsrate bei 6,2 pro 100.000 Einwohner. In Thailand, wo die Tötungsrate niedriger ist als in vielen anderen Ländern, ist jeder Mord ein Aufschrei. Jedes Opfer, besonders junge Menschen, bringt eine zusätzliche Dimension des Schmerzes und der Trauer mit sich. Die Dunkelheit, die diese Taten umgibt, lässt einen oft nach dem Sinn des Lebens fragen.
Simon wurde wegen Mordes, Verbergens und Versuchs, eine Leiche zu zerstören, sowie wegen der Entführung einer Minderjährigen zu sexuellen Zwecken angeklagt. Die Polizei hat noch nicht bekannt gegeben, wann er erstmals vor Gericht erscheinen wird. Das Warten auf Gerechtigkeit kann für die Familie des Opfers erdrückend sein. Die Fragen bleiben – wie konnte es so weit kommen? Und vor allem – wer trägt die Verantwortung für diesen Verlust?
