Heute ist der 14.05.2026 und in Phuket gibt es Neuigkeiten, die für viele nicht ganz ohne Bedeutung sind. Das thailändische Department of Business Development (DBD) hat sich mit dem Department of Special Investigation zusammengetan, um gegen ausländische Unternehmen vorzugehen, die thailändische Nominees als Mehrheitseigentümer einsetzen. Diese Maßnahme zielt zunächst auf die beliebten Urlaubsinseln Samui und Pha-ngan ab. DBD-Direktor Poonpong Naiyanapakorn hat zahlreiche Beschwerden von thailändischen Unternehmen über unlauteren Wettbewerb durch ausländische Investoren erhalten, insbesondere in Branchen, die eigentlich für Thais reserviert sind. Es gibt auch Klagen über unangemessenes Verhalten und Missachtung thailändischer Gesetze durch ausländische Touristen. Das lässt sich nicht leugnen – die Gemüter sind erhitzt!

Insgesamt hat das DBD bereits 11.426 Unternehmen mit ausländischen Investitionen auf Samui und Pha-ngan überprüft, um die Rolle thailändischer Nominees zu bewerten. Nach der Aktion in Surat Thani wird die Kontrolle auch auf Phuket, Pattaya, Hua Hin, Krabi und Phang-nga ausgeweitet. In Phuket, einem der bekanntesten Reiseziele, sind 11.626 registrierte Unternehmen mit ausländischen Investitionen aktiv – das sind satte 39,22 % aller dortigen Firmen. Die Hauptakteure unter den ausländischen Investoren sind Russen, Chinesen, Briten und Australier. Wer da denkt, das wäre ein reines Urlaubsparadies, hat die wirtschaftlichen Strömungen wohl nicht ganz im Blick.

Die Situation in den Nachbarregionen

In Krabi zum Beispiel gibt es 749 Firmen mit ausländischen Partnern, was 20,88 % aller Unternehmen entspricht. Hier dominieren britische, schwedische, französische, amerikanische und italienische Investoren. Phang-nga hat 346 ausländisch beteiligte Unternehmen, was 20,53 % der registrierten Firmen ausmacht. Die Hauptinvestoren in dieser Region sind Deutsche, Briten, Schweden, Franzosen und Amerikaner. Auch in Hua Hin sieht es nicht anders aus: Dort sind 2.081 der insgesamt 4.000 Unternehmen ausländisch investiert, was 51,24 % ausmacht. Auch hier sind die Briten, Schweden und Franzosen stark vertreten.

Pattaya sticht noch mehr hervor – mit 19.910 Firmen mit ausländischen Investitionen, was 59,76 % aller Unternehmen in dieser Stadt entspricht. Die ausländischen Investoren kommen hauptsächlich aus China, Großbritannien, Russland, Indien und Deutschland. Poonpong hat die Problematik der thailändischen Nominees durch ausländische Investoren als nationale Herausforderung anerkannt, was zu einer umfassenden Kampagne führte, die vom Premierminister angeordnet wurde. Ein konkretes Beispiel: Eine thailändische Buchhaltungsfirma auf Pha-ngan fungierte als Nominee-Aktionär in 66 ausländisch kontrollierten Firmen. Das wirft Fragen auf!

Geplante gesetzliche Maßnahmen

<pDSI-Direktor Yutthana Praedam hat angekündigt, dass das Anti-Geldwäsche-Büro ein Gesetz vorschlagen wird, das die Verwendung thailändischer Nominees durch ausländische Investoren als Geldwäschevergehen klassifizieren soll. Bei Verurteilung könnten die Vermögenswerte eingezogen werden. Das könnte die Dynamik der ausländischen Investitionen in Thailand erheblich verändern und die Wettbewerbsbedingungen für thailändische Unternehmen verbessern. Ein direktes Eingreifen, das möglicherweise die gesamte Landschaft des Geschäftslebens in Thailand beeinflussen könnte.

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Die Frage bleibt, wie sich diese Maßnahmen auf das allgemeine Geschäftsklima auswirken werden. Es ist klar, dass die thailändischen Behörden entschlossen sind, für mehr Fairness im Wettbewerb zu sorgen. Doch ob diese Maßnahmen auch die gewünschten Ergebnisse bringen, wird sich zeigen müssen. Eines ist sicher: In einem Land, das von Tourismus und ausländischen Investitionen lebt, muss ein Gleichgewicht gefunden werden, das sowohl den Bedürfnissen der Einheimischen als auch den Interessen ausländischer Investoren gerecht wird. Es bleibt spannend!