Heute ist der 3.06.2026 und in Thailand braut sich etwas zusammen. In den letzten Wochen wurde das Land von einer Welle an Kontrollen überflutet, die sich gegen ausländische Unternehmen richten, die sich nicht ganz so recht an die Gesetze halten. Dabei gab es sogar einen Fall, der die Gemüter erhitzte: Eine Israeli, die angeblich ein Geschäft für Erwachsenenunterhaltung unter dem Deckmantel eines Nagelstudios betrieb. Ja, richtig gelesen! Diese seltsame Masche fand im malerischen Krabi statt und ist nur ein kleiner Teil von fast 500 Unternehmen, die durch eine einzige Buchhaltungsfirma registriert wurden.

Der Grund? In Thailand dürfen Ausländer nicht mehr als 49% an lokalen Unternehmen halten. Doch viele nutzen sogenannte „Nominees“ – einheimische Helfer, die gegen Bezahlung vorgeben, die Mehrheit zu halten. Das zieht natürlich die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich. Die thailändische Regierung hat jetzt einen rigorosen Kurs eingeschlagen und fordert Beweise für die tatsächliche lokale Eigentümerschaft. Über 50.000 ausländisch verknüpfte Unternehmen sollen nun genauer unter die Lupe genommen werden. Ein wahrer Stresstest für die expat Community, die sich fragt, ob sie unwissentlich in rechtliche Schwierigkeiten geraten könnten.

Auf der Jagd nach Gesetzesbrechern

Besonders in Bangkok hat man die Nase voll, hier sind stolze 3.934 verdächtige Firmen registriert. Aber auch in Phuket gibt es 68 solcher Unternehmen, die nun unter Beobachtung stehen. Die Behörden haben sich auf verschiedene Branchen konzentriert, darunter Großhandel, Immobilien, Online-Handel und sogar Gastronomie. Es scheint, als ob die Zeit der unregulierten Geschäfte vorbei ist. Die Regierung hat bereits Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Praktiken genehmigt. Und das ist nicht alles: Es wird sogar eine umfassende Untersuchung durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine ausländischen Eigentümer mehr als 50% an einem Unternehmen halten.

Die Liste der Unternehmen, die unter Verdacht stehen, ist lang. Die Behörden haben eine klare Strategie entwickelt, um gegen Verstöße vorzugehen. Dabei werden die Firmen nach verschiedenen Kategorien eingeteilt, je nachdem, welche Art von Geschäft sie betreiben. Es gibt Geschäfte, die Ausländern aus besonderen Gründen nicht gestattet sind, oder solche, die die nationale Sicherheit betreffen. Hier wird genau hingeschaut, und die Inspektionen betreffen oft auch die Finanzen der letzten fünf Jahre.

Investoren unter Druck

Die Besorgnis unter den lokalen Geschäftsleuten wächst. Viele fürchten, von ausländischen Investoren im Immobilienmarkt unterboten zu werden. Das könnte nicht nur die Preise drücken, sondern auch das Vertrauen in Thailands Investitionsklima gefährden. Und dabei sind die Ausländer, die in Thailand leben, ebenfalls betroffen. Sie berichten von Schwierigkeiten beim Eigentumserwerb, insbesondere wenn es um Wohnungen geht, die für thailändische Staatsbürger reserviert sind. Die Regeln sind unklar, und die Unsicherheit schürt Ängste in einer ohnehin schon angespannten Situation.

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Ein weiterer Aspekt, der nicht unbeachtet bleiben sollte, ist der Anstieg der Migration nach Thailand aufgrund des Konflikts im Nahen Osten. Viele sehen in Thailand ein sicheres Refugium, was die Zahl der ausländischen Gemeinschaften in bestimmten Regionen erhöht hat. Oder wie man in Österreich sagt: „Da wird’s einem schon mulmig!“ Das könnte bedeuten, dass die staatliche Aufsicht in diesen Gebieten zunehmend unter Druck gerät.

Die thailändischen Behörden haben sich zum Ziel gesetzt, die Registrierung von Unternehmen zu verschärfen und die Gesetze zu aktualisieren, um zukünftige rechtliche Schlupflöcher zu schließen. Ein klarer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er für viele ausländische Unternehmer wie ein Schlag ins Gesicht kommt. Ob die Maßnahmen letztendlich die gewünschte Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten. Doch die Anzeichen deuten darauf hin, dass es für die ausländischen Unternehmen in Thailand nicht einfacher werden wird.