Die Association of Thai Travel Agents (Atta) hat sich mit voller Kraft dem Ziel verschrieben, die Ankünfte chinesischer Touristen auf das Niveau vor der Pandemie zurückzubringen. Hierbei wird besonders der Zwei-Wege-Tourismus in den Fokus genommen. In einer spannenden Roadshow tourte Atta durch drei Städte in Westchina: Urumqi, Dunhuang und Lanzhou. Über 80 thailändische Tourismusbetreiber hatten die Möglichkeit, sich mit rund 700 chinesischen Kollegen auszutauschen – ein echter Networking-Hit! Das Ziel ist ambitioniert: 7 Millionen chinesische Ankünfte in diesem Jahr.
Urumqi, das als neuer Markt für inbound und outbound Agenten gilt, hat zwar keine direkten Flüge nach Thailand, aber das hält die Thailänder nicht auf. In der Region leben stolze 223 Millionen Menschen, was über 15% der Gesamtbevölkerung Chinas ausmacht. Die Flughäfen dort haben im vergangenen Jahr über 12 Millionen Passagiere abgefertigt – ein Wachstum von 35% im Vergleich zum Vorjahr. Besonders der Urumqi International Airport sticht hervor, mit einem Anstieg von 64% auf über 1,1 Millionen Passagiere. Dazu kommt, dass Xinjiangs steigendes verfügbares Einkommen die Nachfrage nach Auslandsreisen anheizt.
Die Sehnsucht nach Thailand
Chinesische Reisende haben eine Vorliebe für warme Destinationen in Südostasien, und Thailand, insbesondere Phuket und Bangkok, steht ganz oben auf ihrer Liste. Früher besuchten jährlich zwischen 50.000 und 100.000 Touristen aus Xinjiang Thailand, jetzt sind es nur noch 10.000 bis 20.000. Das ist ein deutlicher Rückgang, den es zu bekämpfen gilt. Um die Besucherzahlen zu steigern, wären direkte Flüge zwischen Thailand und Xinjiang von entscheidender Bedeutung. Thailand bleibt dennoch das beliebteste Ziel für Reisende aus Westchina, unterstützt durch durchschnittlich 147 wöchentliche Flüge, die das Land mit der Region verbinden.
Im Jahr 2025 standen bereits 1,26 Millionen Sitzplätze für Flüge nach Thailand aus der Region zur Verfügung, was etwa 65% des Niveaus vor COVID-19 entspricht. Besonders die Provinzen Sichuan und Chongqing stellen die größten Quellmärkte dar. Und Urumqi? Dort wird ein Wachstum der Kapazität um stolze 48,5% von 2024 bis 2025 prognostiziert. Die Roadshow wurde zudem von der Thailand Science Research and Innovation Agency und anderen Organisationen unterstützt – ein echtes Gemeinschaftsprojekt!
Trends im chinesischen Reisemarkt
Ein Blick auf die aktuellen Trends zeigt, dass das Reiseverhalten der Chinesen sich verändert. Weg von den klassischen touristischen Highlights hin zu persönlichen, kulturell geprägten Erlebnissen. Zunehmend bieten chinesische Veranstalter maßgeschneiderte Programme an, die auf individuelle Wünsche abgestimmt sind. Gruppenreisen sind nach wie vor angesagt, aber die Kombination von Individualität und geführter Begleitung nimmt zu. Das sogenannte „Bleisure“-Segment, eine Mischung aus Business und Freizeit, gewinnt ebenfalls an Bedeutung.
Die MICE-Branche (Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions) erlebt einen Aufschwung, angetrieben durch die globale Expansion chinesischer Unternehmen. Hier haben Destinationen mit durchdachten Angeboten und passender Infrastruktur einen klaren Vorteil. Über 50% der Branchenprofis setzen bereits Künstliche Intelligenz ein, um ihren Kundenservice zu optimieren. Doch die Herausforderung bleibt: Wie verbindet man technologischen Fortschritt mit echten, menschlichen Reiseerlebnissen?
Visa-Erleichterungen, digitale Zahlungsoptionen und der Ausbau der Flugverbindungen fördern das Wachstum im Reisemarkt. Die Attraktivität Chinas als Reiseziel steigt, und Städte investieren in neue Produkte, die den Bedürfnissen der modernen Reisenden gerecht werden. Individualität und kulturelle Tiefe sind gefragter denn je, während die klassischen Quellmärkte nach wie vor wichtig bleiben. Es ist klar: Wer frühzeitig neue Märkte anspricht, kann sich Wettbewerbsvorteile sichern – ein spannendes Terrain für die kommenden Jahre!