Was für ein Aufreger! Ein britischer Mann hat sich in Phuket mit einem Trunkenheitsdelikt selbst in die Nesseln gesetzt. An der belebten Chalong-Kreuzung, wo Verkehrspolizisten auf der Lauer lagen, raste er mit seinem weißen Toyota Fortuner direkt in eine Verkehrsbarriere. Das Ganze wurde auf Video festgehalten – und wie das heutzutage so ist, verbreitete sich das Video wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien. Man mag sich einfach nicht vorstellen, was in einem vorgeht, wenn man denkt, man könnte mit so viel Alkohol im Blut einfach drauflos fahren, zumal es in Thailand sowieso schon eine hohe Unfallrate gibt.

Der Vorfall ereignete sich nicht einfach irgendwo. Nein, der Mann, gerade mal 28 Jahre alt, war mit zwei weiteren ausländischen Passagieren unterwegs. Nach dem Aufprall hielt er nicht einmal an, trotz der Polizei in unmittelbarer Nähe. Die Beamten ließen sich natürlich nicht zweimal bitten und verfolgten das flüchtende SUV, das schließlich an der Suksan Song Kreuzung im Unterbezirk Rawai gestoppt werden konnte. Ein Alkoholtest ergab eine erschreckende Konzentration von 184 Milligramm pro Prozent – der gesetzliche Grenzwert in Thailand liegt bei 50 Milligramm. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Rechtliche Konsequenzen und Verkehrssicherheit

Die Chalong-Polizeistation hat bereits angekündigt, dass der Angeklagte vorübergehend an das Phuket Provincial Court überstellt wird, während die rechtlichen Verfahren ihren Lauf nehmen. Mit etwas Glück könnte das für ihn noch teurer werden, denn zusätzliche Anklagen könnten folgen, wenn die Polizei eine formelle Beschwerde wegen der Schäden an den Verkehrsbarrieren einreicht. Man fragt sich: Wie viele solcher Vorfälle braucht es noch, bis endlich ernsthafte Maßnahmen ergriffen werden?

Thailand hat eine der höchsten Raten an Verkehrstoten weltweit. Die WHO macht dabei vor allem unzureichende Durchsetzung von Verkehrsregeln, schlechte Straßenverhältnisse und riskantes Fahrverhalten verantwortlich. Gerade zu Feiertagen wie Songkran oder Neujahr, die als „sieben gefährliche Tage“ bekannt sind, schießen die Unfallzahlen in die Höhe. Das Trinken und Fahren ist ein großes Problem, das nicht ignoriert werden kann. Die aktualisierten Gesetze zur Alkoholkontrolle, die 2025 in Kraft treten sollen, zielen darauf ab, die Zahl der Unfälle und Todesfälle zu reduzieren.

Die Strafen für Trunkenheit am Steuer

Die Strafen für Trunkenheit am Steuer sind in Thailand nicht ohne. Bei einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 50 Milligramm pro Prozent drohen bis zu einem Jahr Gefängnis, Geldstrafen zwischen 5.000 und 20.000 Baht und eine Lizenzsperre von mindestens sechs Monaten. Im Fall des britischen Fahrers könnte er bei einer Verurteilung für sein Verhalten im Gefängnis landen. Bei wiederholten Vergehen innerhalb von zwei Jahren wird es noch ernster – bis zu zwei Jahre Gefängnis und hohe Geldstrafen. Auf jeden Fall werden die rechtlichen Konsequenzen für den Fahrer in diesem Fall weitreichend sein.

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Besonders interessant ist, dass Thailand bei der Bekämpfung von Alkohol am Steuer einen vielschichtigen Ansatz verfolgt. Neben strengeren Gesetzen gibt es auch präventive Maßnahmen und Alkoholkontrollen. Diese werden strategisch platziert und sind oft unvorhersehbar, was die Chancen erhöht, dass Fahrer erwischt werden. Doch die Durchsetzung ist nicht immer gleich. Es gibt Herausforderungen wie ungleiche Kontrolle und Bedarf an besseren Testtechnologien. Die Polizei hat sich auch neue Methoden einfallen lassen, um sicherzustellen, dass Fahrer, die einen Alkoholtest verweigern, zur Verantwortung gezogen werden.

In einem separaten Vorfall in Phuket wurde eine kasachische Frau verletzt, nachdem sie mit einem Van und einem Motorrad kollidiert war. Auch sie war in einen Verkehrsunfall verwickelt, nachdem sie zuvor den Verkehr auf der Thep Kasattri Straße gestört hatte. Berichten zufolge standen ihre Handlungen in Zusammenhang mit emotionalem Stress. Ein weiteres Beispiel dafür, wie persönliche Probleme zu gefährlichem Fahrverhalten führen können. Es ist ein Teufelskreis, der nicht nur das Leben der Fahrer selbst, sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Es bleibt die Frage: Was muss noch passieren, bis wir alle verstehen, dass Alkohol und Fahren einfach nicht zusammenpassen? Die Diskussion über Verkehrssicherheit und die Durchsetzung von Gesetzen wird in Phuket immer wieder neu entfacht. Für die Sicherheit aller ist es an der Zeit, dass wir endlich handeln.